Giorgia Meloni (c) 2022-Fratelli-DItalia-673

SORELLA MELONI

Georg Dekas
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26. September 2022

Die Schauermärchen zu Giorgia Melonis Regierung entbehren jeglicher Grundlage.

 

Auf deutscher Seite – von Salurn bis Kiel – ist der Wahlsieg von Giorgia Meloni Gegenstand von höchst emotionalen Stellungnahmen. Die hiesige Unterbergerin zeigt sich „besorgt“ (auf ’Südtirol heute’/ORF), während sich ein Ableger der Bozner Athesia mit der Kurzlebigkeit römischer Kabinette tröstet. In Berlin jubelt Gräfin von Storch mit dem taffen Gör aus Garbatella. Der Herr Hübner von PI-News freut sich „ohne Illusionen“, und Herr Knauss von Tichys Einblick nutzt das Ereignis für ein glänzendes Essay zur Volkssouveränität. Der sprichwörtliche deutsche Besserwisser von t-online.de greift in die übliche Schablonen-Kiste: „Der Wahlerfolg der italienischen Neofaschisten ist ein Schock für alle demokratisch gesinnten Europäer.“ Die ehemals noblen Hanseaten von „Die Zeit“ malen gar den Faschismus an die Wand – beschämend dumb.

 

Sieh an, da kommt ein Israeli zuweg. Eldad Beck fühlt der römischen Lady einfach und direkt auf den Zahn. Den Portalen „Journalistenwatch“ und „Freie Welt“ gebührt Dank, dass sie das Gespräch übersetzt und veröffentlicht haben, das Eldad Beck mit Giorgia Meloni für »Israel Heute« führt. Da wird klar, wie pro-westlich und normal-demokratisch Sorella (Schwester) Meloni die „Fratelli“ (Brüder) Italiens zu führen gedenkt. Voll deckungsgleich übrigens mit den Sverigedemokraterna. Keine Spur von Faschismus. Nicht einmal Post-!

 

Ach, ja, der viel beklagte „Postfaschismus“. Meloni kontert kuhl:

zitat

Viele italienische Linke waren vor dreißig Jahren Mitglieder der stärksten bolschewistischen Partei Westeuropas. Na und? Der Unterschied zwischen mir und ihnen besteht darin, dass ich meine Tage nicht damit verbringe, darauf herumzureiten, was sie vor 30 Jahren gemacht haben.

(Zitat aus »Israel Hayom«, deutsche Übersetzung von „Freie Welt“.)

 

Tatsächlich ist die PD-Partei, die in Deutschland edel „die Sozialdemokraten“ genannt werden, der direkte Nachkomme des Partito Comunista (PCI) eines Berlinguer und eines Togliatti, Erbhof also reinrassiger Kommunisten und Stalinisten. Politisch propagandistisch korrekt wäre der PD folglich eine „postkommunistische Partei“. Woraus man sieht, wie recht Meloni hat. Lasst doch ganz einfach den Unfug der (post)faschistischen An- und Nachdichtung!

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