Andreas Hofer Filmszene Foto (c) Stadtarchiv Meran

KOMPATSCHERS KOALITION

Georg Dekas
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18. Januar 2024

Die Wahl Arno Kompatschers zum Landeshauptmann durch seine Koalition geht in Ordnung.

Die wütenden Angriffe auf Kompatschers Koalition (KK) sind wie ein Phantomschmerz. Darunter versteht man, dass jemand, dessen Fuß oder Hand amputiert ist, dort immer noch Schmerzen verspürt. So geht es den Südtirolern (inklusive dem Arno Kompatscher).

Unter der langjährigen Regie von Karl Zeller (SVP) ist die Verbrüderung mit der Linken im Staat in Fleisch und Blut übergegangen. Doch auf einmal ist Italien nicht mehr links, sondern rechts. Nicht nur ein bisserl, nein, gewaltig. Der Wahlsieg von Giorgia Meloni vom 25. September 2023 war ein Plebiszit. Und seitdem ist dieser verdammte Phantomschmerz da. Die Südtiroler, die sich konformistisch 13 Jahre lang schön auf Links gebürstet haben, schreien auf.

Folgt man ihnen, dann hätte Arno Kompatscher wohl den Andreas Hofer machen sollen, um sich dann im Feber in Mantua erschießen zu lassen. Na, warum denn das? Weil Napomeloni Buonaparte ganz einfach die Macht hat, den Exekutionsbefehl zu unterzeichnen. Wir Kleinen brauchen den „Ander“ lebend. Nicht für das „letzte Aufgebot“, sondern für hundert neue Aufgebote. Daher geht die heutige Wahl Arno Kompatschers zum Landeshauptmann durch seine KK in Ordnung, auch wenn sie beileibe kein Meisterstück der politischen Kunst ist.

Das phantomatische Wehklagen über die „Faschisten“ wird aufhören, wenn konkrete Ergebnisse anzeigen, dass KK funktioniert. Zum Trost für die Überstandhaften: Ein wiegendes Bambusrohr ist besser als eine entwurzelte Eiche.

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